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Wasserbüffel

Seit Mai 2019 weiden in der Bottwaraue Wasserbüffel. Sie spielen als „lebendige Landschaftspfleger“ eine wichtige Rolle zur Schaffung und Erhaltung einer strukturreichen Talauenlandschaft, die zuvor von Verbuschung und Verschilfung bedroht war. Seit Beginn des Projekts sorgen die Wasserbüffel dafür, dass verschiedene ökologische Nischen wie Flachwasserzonen, Trittstellen und unterschiedlich strukturiertes Feuchtgrünland mit Sumpf- und Feuchtwiesenvegetation entsteht und nicht wieder verbuscht. Davon und vom Dung der Tiere – an dem die verschiedensten Insekten leben und andere Tiere angelockt werden – profitieren unter anderem Vogelarten wie das Schwarzkehlchen (auf dem Durchzug), Bekassine (ebenfalls auf dem Durchzug) sowie Neuntöter, Sumpfrohrsänger, Schilfrohrsänger und viele andere Vogel- sowie Fledermausarten und andere Tiere. Wichtig in der Nahrungskette sind auch die in der Aue jetzt wieder gewachsenen Bestände der Heuschrecken; darunter auch die mittlerweile in vielen Gegenden seltene Sumpfschrecke. Initiiert wurde das Modelprojekt von der Stiftung NatureLife-International (NLI) im Zusammenwirken mit dem Verein für Landschaftspflege und Naturschutz durch Beweidung im Bottwartal e.V. Wasserbüffel eignen sich ganz besonders für die Landschaftspflege in feuchten und sumpfigen Bereichen und werden schon seit Jahrhunderten in Europa gehalten. So etwa in Italien, Rumänien und Bulgarien. Während dort unter anderem die Erzeugung von Mozzarella und Burrata im Mittelpunkt stehen, dienen die meisten Wasserbüffel-Weideprojekte in Deutschland dem Naturschutzmanagement. Es gibt aber auch Weidehaltungen, die neben der Landschaftspflege durchaus Fleischgewinnung zum Ziel haben. So etwa auf der Schwäbischen Alb. Vielen ist nicht bekannt, dass die historischen „Ur-Verwandten“ der heutigen Wasserbüffel – vor etwa 200 000 Jahren in unserer Gegend lebten. Sie waren allerdings wesentlich größer und hatten auch mächtigere Hörner. Funde dieses prähistorischen Wasserbüffels stammen u.a. aus Steinheim an der Murr – nur drei Kilometer Luftlinie von hier und sind im Naturkundemuseum Stuttgart sowie als Replik im Urmensch-Museum in Steinheim an der Murr zu sehen. Die hier weidenden Wasserbüffel (Muttertiere) stammen von einem Naturschutzprojekt am Bodensee.

Wasserbueffel

Warum Wasserbüffel?

Wasserbüffel können aufgrund der Besonderheiten ihres Verdauungssystems große Mengen an Grob- und Raufutter zu sich nehmen und dieses energetisch umsetzen. So können sie auch aus minderwertigem Futter wie Wasser- und Sumpfpflanzen (zum Beispiel Schilfgras, Binsen, Ampfer und Sauergräser) Nährstoffe gewinnen und erreichen insgesamt eine sehr gute Futterumwandlung. Im Gegensatz zum modernen Rind sind Wasserbüffel deshalb für eine extensive Haltung auf minderwertigeren Futterstandorten besonders gut geeignet. Der Wasserbüffel – schon seit Jahrhunderten in Europa gehalten – zeichnet sich durch eine hervorragende Akklimatisierungsfähigkeit aus, die eine extensive Haltung unter deutschen Klima- und Haltungsbedingungen problemlos ermöglicht.

In mehreren deutschen Büffelprojekten wurde eine hohe Kälteverträglichkeit der Tiere festgestellt, selbst bei Minus 20 Grad wurde ungestörtes Fress- und Wiederkäuverhalten beobachtet. Dennoch benötigen Büffel einen Schutz oder Unterstand gegen Wind und Dauerregen. Bei ganzjähriger Extensivbeweidung ist es erforderlich, in den kargen Wintermonaten zuzufüttern. Und noch einen Vorteil haben die Tiere: Wasserbüffel können aufgrund ihrer breiten Klauen und den relativ weichen Fesseln auf sumpfigem und feuchtem Weideland gehalten werden. Damit eignen sie sich gerade für extensive Haltung und Landschaftspflege auf Feuchtgrünland und ähnlichen Standorten, die von anderen Rindern nicht beweidet werden können.

Gewicht und Größe

Ein ausgewachsener Wasserbüffel hat circa 800 Kilogramm Gewicht, bei einer Schulterhöhe von ca. 180 Zentimetern und eine Kopf-Rumpf-Länge von ca. 3 Metern.

Wasserbueffel_in_Suhle_2

Typische Pflanzen der Wasserbüffelweide:

Der Wiesensalbei ist eine dunkelviolette Wiesenblume, die von Bienen stark besucht, vom Vieh jedoch eher verschmäht wird. Die Blütezeit reicht von Ende Mai bis August. Auf nährstoffreichen Böden wächst der Wiesensalbei ebenso wie auf halbtrockenen Rasenflächen, Wegrändern und Böschungen. Bekannt ist das Experiment, mit einem spitzen Bleistift in der Blüte einen Hebelmechanismus auszulösen, so dass sich die Staubblätter senken und die Inhalte der Pollensäcke verteilen. Wichtige Nahrungspflanze für Hummeln.

Wiesensalbei

Die Wiesenschafgarbe ist eine ausdauernde, krautige Pflanze, die zur Familie der Korbblütler gehört. Die Pflanzenart mag sonnige Standorte und besiedelt Weiden, Wiesen, Äcker und halbtrockene Rasen mit nährstoffreichen Böden. Die Wuchshöhe beträgt 15 bis 60 Zentimeter. Die Wiesenschafgarbe hat lanzettförmige, duftende Blätter. Die Blütezeit dauert von Juni bis Oktober. Weiße bis zartrosa Blüten bilden schirmförmige Trugdolden. Der Blütenschirm hat einen Durchmesser von 4 bis 15 Zentimeter. Der flache Blütenstand lockt viele Insekten an. Wegen der langen Blütezeit ist die Wiesenschafgarbe bestens geeignet für Insekten- und Schmetterlingsweiden. Darüber hinaus ist die Wildpflanze auch essbar und gilt als Heilpflanze mit entzündungshemmender Wirkung.

Schafgarbe_Achillea_Millefolium

Die Kuckucks-Lichtnelke benötigt frische, feuchte Böden und wächst auf feuchten Wiesen. Auch in Mooren sowie stehenden und fließenden Gewässern ist das Nelkengewächs anzutreffen. Die Wuchshöhe beträgt bis zu achtzig Zentimeter. Die Pflanze hat aufgefächerte rosarote Blüten. Die Blüte hat einen Durchmesser von rund vier Zentimeter und besteht aus aufgefächerten Kronblättern. Die Kelchröhre ist verhältnismäßig tief, sodass nur wenige Bienen und Schmetterlinge bis zu den Pollen gelangen können. Die Blütezeit dauert von Mai bis Juli. Für den Namen „Kuckucks-Lichtnelke“ gibt es zwei Erklärungen: Zum einen ist ihre Blütezeit im Mai und damit genau zum Zeitpunkt, an dem die Rufe des Kuckucks zu hören sind. Zum anderen kann am Stängel der Pflanze gelegentlich Schaum der Nester der Schaumzikade entdeckt werden – diese schaumartige Masse wird umgangssprachlich auch „Kuckucksspeichel“ genannt. Die Entwässerung von Feuchtgebieten ist der Grund, dass der natürliche Bestand der Kuckucks-Lichtnelke zurückgeht.

Kuckucks-Lichtnelke Kuckuckslichtnelke

Die Sumpfsegge, auch Scharfkantige Segge genannt, ist eine aufrecht wachsende Pflanze, die lange grüne Blätter bildet. Auf der Unterseite sind die Blätter blaugrün und liniert, auf der Oberseite sind sie grün und sehr rau. Die Staude erreicht eine Wuchshöhe von bis zu 1,30 Meter und bevorzugt nährstoffreiche, frische und feuchte Böden sowie sonnige bis halbschattige Lagen. Sie wächst auf Feuchtwiesen, in Auenwäldern, an Teichen und entlang von Uferzonen. Die Blütezeit der Sumpfsegge dauert von Mai bis Juli. Der ährenförmige Blütenstand mit kleinen, leicht rötlichen Blüten erreicht Längen bis über dreißig Zentimeter.

Die Herbst-Zeitlose bevorzugt sonnige bis halbschattige Lagen und besiedelt Feuchtwiesen, feuchte Obstwiesen und lichte Auenwälder mit nährstoffreichen, durchlässigen Böden. Die Wuchshöhe beträgt 10 bis 25 Zentimeter. Während der Blütezeit von September bis Oktober zeigen sich die röhrenförmigen, weißen bis rosafarbenen Einzelblüten. In diesem Zeitraum ist die Pflanze blattlos. Zur Reifezeit bildet sich eine Kapselfrucht mit schwarzbraunen Samen. Diese sind klebrig, was die Ausbreitung durch Ameisen begünstigt. Alle Teile der Pflanze sind für Rinder, Pferde und Menschen hoch giftig. Schafe und Ziegen scheinen immun zu sein. Selbst geringe Mengen können zu lebensbedrohlicher Atemlähmung und Kreislaufversagen führen. Die Herbst-Zeitlose steht in einigen Bundesländern auf der Liste gefährdeter Wildpflanzen.

Herbstzeitlose_Hutter

Die Blutwurz gehört zu den Rosengewächsen. Die Namensgebung bezieht sich auf die innen blutrot gefärbten Wurzeln. Außen ist der knollige Wurzelstock dunkelbraun. Die Blutwurz besiedelt feuchte Wiesen, sonnige Böschungen, Heideflächen und Waldränder. Die Wuchshöhe beträgt 15 bis 50 Zentimeter. Die Blätter stehen nah am Boden und sind auf der Oberseite dunkelgrün und unten silbrig. Die Blütezeit ist von Juni bis August. Die sonnengelben Blüten bestehen aus vier herzförmigen Blütenblättern. Die in den Blüten heranreifenden Nüsschen stehen bei Ameisen ganz oben auf der Speisekarte. Die Ameisen sorgen auch für die Verbreitung der Samen. Die Blutwurz gilt als Heilpflanze: Natürliche Inhaltsstoffe der Pflanze wirken blutungsstillend bei leichten Verletzungen. Extrakte der Blutwurz zeigen eine antibakterielle Wirkung.

Zur Familie der Rosengewächse gehört das Mädesüß. Die Wuchshöhe der winterharten Pflanzenart beträgt 50 bis 200 Zentimeter. Das Mädesüß mag sonnige bis halbschattige Lagen mit feuchten bis nassen, nährstoffreichen Böden und besiedelt Bachufer, Feucht- und Sumpfwiesen sowie Auenwälder. Die dunkelgrünen Blätter haben eine glatte Oberseite und eine filzig behaarte Unterseite. Auffällig ist die abwechselnde Anordnung der Blätter: Auf ein kleines Blattpaar folgt jeweils ein größeres Blattpaar. Die Blütezeit dauert von Juni bis August. Das Mädesüß bildet einen Blütenstand in Rispenform, bestehend aus vielen süßlich riechenden, gelb-weiß gefärbten Blüten. Die großen Doldenrispen haben einen Durchmesser von bis zu zwanzig Zentimetern. Mit den Blüten kann ein honigmandelartiges Aroma erzeugt werden, beispielsweise in Süßspeisen und Getränken. Mädesüß ist wie die Wilde Möhre eine wichtige Insekten-Tankstelle, die hier Nektar und Pollen finden. Das zieht zahlreiche Wildbienen, Käfer, Wespen, Schmetterlinge und andere Insekten an.

Mädesüß Hutter

Die Bach-Nelkenwurz gehört zur Familie der Rosengewächse und erreicht Wuchshöhen von 20 bis 60 Zentimeter. Die schwach giftige Pflanzenart bevorzugt sonnige bis halbschattige Lagen mit humosen, feuchten Böden und wächst am Rand von Feucht- und Sumpfwiesen, an Bächen, Uferzonen von Teichen, in Auenwäldern und Flachmooren sowie auf Feuchtwiesen. Die Stängel sind locker verzweigt und die gefiederten, immergrünen Blätter sind fein behaart. Die glockenförmigen Blüten neigen den Kopf nach unten. Der Blütenkelch ist braun-rot, die Blütenblätter rötlich und der Mittelpunkt der Blüte gelb. Die Frucht der Bach-Nelkenwurz besteht aus bis zu achtzig kleinen Nüsschen. Am Fruchtstand selbst befinden sich zahlreiche kleine Häkchen, die ähnlich wie Kletten funktionieren: Vorbeistreifende Tiere, an denen die Frucht haften bleibt, übernehmen die Verteilung.

Bach-Nelkenwurz

Der Gewöhnliche Gilbweiderich gehört zur Familie der Primelgewächse und ist eine Feuchtwiesenpflanze, die Sumpfgebüsche, Bachsäume und feuchte Wiesen besiedelt. Die Wuchshöhe beträgt etwa 40 bis 150 Zentimeter. Der Stängel steht aufrecht. Die Blütezeit dauert von Juni bis August. Die goldgelben Blüten wachsen in einem pyramidenförmigen Blütenstand. Die Blüten sind jeweils fünfzählig mit doppelter Blütenhülle und haben Drüsenhaare, die ein Insekten anlockendes Öl ausscheiden; statt Nektar offeriert die Pflanze das Öl. Aus den bestäubten Blüten entwickeln sich leichte Kapseln mit kleinen Samen, die von Wind und auch Wasser getragen werden können. Die Samenkapseln sind bis zu einer Woche schwimmfähig.

Gewöhnlicher Gilbweiderich Dariusz-Pixabay

Typische Tiere:

Der Aurorafalter gehört zur Familie der Weißlinge. Der Schmetterling ist europaweit bis weit in den Norden – sogar bis zum Polarkreis – sowie in Asien verbreitet. Die Grundfarbe der Flügel ist weiß. Ein schwarzer Fleck befindet sich in der Mitte des Vorderflügels; beim Weibchen ist dieser Fleck größer ausgeprägt. Die Vorderflügelspitzen des Weibchens sind schwarz, während bei den Männchen die äußere Hälfte der Vorderflügel orange gefärbt ist. Die Flügelspannweite beträgt 35 bis 45 Millimeter. Seine Eier legt der Aurorafalter auf Pflanzen wie beispielsweise dem Wiesen- oder Waldschaumkraut ab, die den Raupen als Futterpflanzen dienen. Diese schlüpfen nach vier bis zwölf Tagen. Die Verpuppung erfolgt im Juni. Die Puppe überwintert und die Falter schlüpfen im April.

Aurorafalter

Die Wiesenhummel gehört zur Familie der Bienen und ist in Mitteleuropa zuhause. Die sich von Pollen und Nektar ernährende Hummel ist an Waldrändern, auf Wiesen, in Gärten und offenem Gelände zu entdecken. Es handelt sich um eine kleine Hummelart mit charakteristisch zottiger Behaarung. Der Körper des Weibchens ist überwiegend schwarz behaart. Kragen und zweites Hinterleibsegment sind gelb, das letzte Segment orangerot gefärbt. Männchen sind an ihrer typischen gelben Behaarung von Kopf und Brust erkennbar. Sie werden 11 bis 13 Millimeter lang, Arbeiterinnen 9 bis 14 Millimeter und Königinnen 15 bis 17 Millimeter.

Hummel

Ein Vertreter der Familie der Bläulinge ist der Braune Feuerfalter (Lycaena tityrus) mit einer Flügelspannweite von 28 bis 32 Millimetern. Die Flügeloberseiten der männlichen Tiere sind dunkelbraun und haben einen schwachen blaugrünen Schimmer, die Flügelränder schmücken feine weiße Fransen. Bei den Weibchen ist die Oberseite der Vorderflügel orange gefärbt und mit schwarzen Flecken gemustert, während die Oberseite der Hinterflügel braun gefärbt und mit einer orange-gefleckten Randbinde gezeichnet ist. Bei beiden Geschlechtern haben die Unterseiten der Flügel eine gelbbraune Farbe sowie ein Muster mit schwarzen Flecken und orangen Randflecken. Zu den Lebensräumen der nah am Boden fliegenden Falter zählen magere, naturnahe Wiesen und Böschungen mit blütenreichem Saum, Waldlichtungen, sonnige Waldwege und Trockengebiete mit Strauchbewuchs. Die favorisierte Nektarpflanze der Tiere ist der Feld-Thymian, die Futterpflanze ihrer Raupen ist der Sauerampfer.

Blaeuling

Das Grüne Heupferd besiedelt sonnige Weg- und Waldränder, Heckenlandschaften, Streuobstwiesen, Trockenrasen und Weingärten. Mit einer Länge von 28 bis 42 Millimetern zählt sie zu den größten heimischen Heuschrecken. Der Körper ist grün gefärbt, gelegentlich auch gelbbraun schimmernd. Am Kopf befinden sich schnurartige Fühler, das Hörorgan liegt an den Vorderbeinen am Knie. Die von nachmittags bis tief in die Nacht aktiven Tiere beschränken sich auf kurze Flugdistanzen. Sie ernähren sich von kleinen Insekten wie Fliegen, Raupen und Schmetterlingen, die im Sprung mit den Vorderbeinen ergriffen und mit kräftigen Kiefern zerbissen werden. Mit einem langen Legestachel positioniert das Weibchen mehrere Hundert Eier in den Boden, aus den erst nach zwei Jahren Larven schlüpfen, die sich überwiegend von Blattläusen ernähren. Das Zirpen der Männchen ist von nachmittags bis tief in die Nacht fast pausenlos und selbst in hundert Meter Entfernung zu hören.

Grosses_Heupferd

Die 10 bis 17 Zentimeter großen Säugetiere sind Einzelgänger, die ausschließlich tierische Nahrung fressen und unter der Erde in circa zwanzig Zentimeter bis ein Meter Tiefe Gänge graben. Dort suchen sie nach Insekten und Larven und legen für den Winter Vorratshöhlen an. Der Europäische Maulwurf hat eine spitze Schnauze und Hinterbeine, die zum Laufen dienen. Die Vorderbeine sind schaufelartig geformt und mit kräftigen Krallen ausgestattet. Lange Tasthaare im Gesicht sorgen für Orientierung unter der Erdoberfläche. Die Weibchen bekommen einmal im Jahr zwei bis sechs Junge. Diese sind die ersten drei Wochen blind, werden vier bis sechs Wochen lang gesäugt und verlassen nach circa zwei Monaten das Nest. Auf Golfplätzen und in Gärten sind Maulwürfe wegen ihren als störend wahrgenommenen Erdhaufen unerwünscht. Diese entstehen, weil die Tiere zur Belüftung ihres Gangsystems Röhren zur Erdoberfläche graben. Der Europäische Maulwurf zählt zu den geschützten Arten.

Europäischer Maulwurf

Die Körperfärbung der sieben bis neun Zentimeter langen Frösche variiert von gelbbraun über braun, oliv, rötlich, dunkelbraun und grau bis fast schwarz. Die Tiere bewohnen feuchte Lebensräume mit dichter, grasig-krautiger Bodenvegetation. Zwischen August und November ziehen sie in Richtung Laichgewässer – kleinere Tümpel und Teiche sowie schwach fließende Bäche – und überwintern dort. Manche der Frösche wählen dafür den schlammigen Gewässergrund, andere überwintern lieber im Boden nahe dem Gewässer. Im Frühjahr werden die Weibchen an den sonnigsten und flachsten Uferabschnitten bereits von hunderten Männchen erwartet. Befruchtete Weibchen legen bis zu 4.000 Eier im Gewässer ab; zwei bis drei Wochen später schlüpfen die Larven. Abhängig von der Wassertemperatur dauert die Entwicklung von der Larve über das Stadium der Kaulquappe bis zum Landtier zwischen zwei und drei Monate.

Grasfrosch

Das dunkelbraun gefärbte Gefieder der Flügel hat schwarze Akzente, Brust und Bauch sind heller und die Kehle ist weiß gefärbt. Im Sommer tragen die Männchen eine graue und die Weibchen eine graubraune Kopfkappe. Männchen haben eine rote Iris, Weibchen eine braune. Die Vögel bewohnen offene Landschaften mit dichten Hecken und Dornenbüschen und ernähren sich von Insekten, Insektenlarven, gelegentlich auch von Beeren und Früchten. Als Langstreckenzieher verbringen sie den Winter im tropischen Afrika südlich der Sahara. Männchen kommen einige Tage früher als die Weibchen aus dem Winterquartier zurück und bauen in Büschen knapp über dem Boden das Nest. Die vier bis fünf gelegten Eier werden vom Elternpaar zwölf Tage lang gemeinsam bebrütet. Gefüttert werden die Küken mit Insektenlarven; rund zwölf Tage nach dem Schlüpfen verlassen sie das Nest.

Dorngrasmuecke

Der Vogel pflegt eine besondere Form der Vorratshaltung: Nahrung, große Insekten oder junge Mäuse etwa werden auf Dornen oder Stacheln von Sträuchern zur Vorratshaltung aufgespießt. Männchen haben einen rostroten Rücken und einen grauen Kopf mit schwarzem Augenstreif. Das Gefieder der Weibchen ist in Brauntönen gefärbt, über den Augen befindet sich ein weißer Streifen. Die Vögel bewohnen Feldgehölze, Trocken- und Magerrasen, Ödland, Moore und verwilderte Gärten. Ihre Nester bauen sie in dornigem Gestrüpp. Nach der Paarung legen Weibchen durchschnittlich fünf bis sechs Eier. Die Brutzeit beträgt vierzehn bis fünfzehn Tage. Vierzehn bis sechzehn Tage nach dem Schlüpfen verlassen die Jungvögel das Nest. Anfang September startet der Neuntöter seine Reise zum Winterquartier Richtung südliches Afrika. Ende April oder Anfang Mai kehrt er wieder zurück.

Neuntoeter

Der Gewöhnliche Gilbweiderich gehört zur Familie der Primelgewächse und ist eine Feuchtwiesenpflanze, die Sumpfgebüsche, Bachsäume und feuchte Wiesen besiedelt. Die Wuchshöhe beträgt etwa 40 bis 150 Zentimeter. Der Stängel steht aufrecht. Die Blütezeit dauert von Juni bis August. Die goldgelben Blüten wachsen in einem pyramidenförmigen Blütenstand. Die Blüten sind jeweils fünfzählig mit doppelter Blütenhülle und haben Drüsenhaare, die ein Insekten anlockendes Öl ausscheiden; statt Nektar offeriert die Pflanze das Öl. Aus den bestäubten Blüten entwickeln sich leichte Kapseln mit kleinen Samen, die von Wind und auch Wasser getragen werden können. Die Samenkapseln sind bis zu einer Woche schwimmfähig.

Wespenspinne

Bekassinen gehören zu den Schnepfenvögeln, die als Brut- und Rastplatz feuchte Graslandschaften, Überschwemmungsbereiche, Verlandungszonen, Sümpfe und Moore – und vor allem während des Durchzuges Schlammflächen aller Art benötigen. Durch Trockenlegung von Sümpfen und Mooren ist diese früher weit verbreitete Vogelart sehr selten geworden. Typisch für den etwa 27 Zentimeter langen, etwa amselgroßen Vogel ist der rund 7 Zentimeter lange Schnabel. Mit ihm stochern die Vögel im flachen Wasser, im Schlamm oder anderem weichen Boden und suchen Insekten sowie deren Larven und andere Weichtiere. Es werden aber auch Krebstiere und Sämereien aufgenommen. Für den Nahrungserwerb ist der Vogel mit einer beweglichen Schnabelspitze ausgestattet, so dass Beutetiere sogar unter der Erde aufgenommen und verschluckt werden können. Schon nach Beginn des Wasserbüffel-Projektes konnten während der Zugzeit im Frühjahr immer wieder mehrere Bekassinen festgestellt werden. Die Winterquartiere befinden sich im Mittelmeerraum sowie im tropischen Afrika.

Bekassine

Der Kiebitz gehört zu den Bewohnern von Offenlandschaften und war früher sehr typisch für (feuchte) Wiesen und Weiden, Sümpfe und Moore. Der zur Familie der Regenpfeifer gehörende Vogel wird bis etwa 31 Zentimeter lang, hat eine Flügelspannweite von 70 bis 80 Zentimetern und entspricht etwa der Größe einer Taube. Typisch ist die Federhaube. Die heimischen Kiebitze überwintern in Südwest- und Südeuropa. Die Nahrung besteht aus allerlei Insekten, deren Larven, sowie anderen wirbellosen Tieren. Die Eier werden in einer Nestmulde am Boden mit kurzer bzw. keiner Vegetation abgelegt. Das Gelege besteht meist aus vier Eiern. Die Jungen schlüpfen nach etwa 20 bis 28 Tagen Brutzeit.

Kiebitz

Der vielen Menschen unbekannte, etwa 25 bis 30 Zentimeter große und zwischen 120 und 190 Gramm schwere Vogel konnte mehrfach im Bereich der Wasserbüffelweide nachgewiesen werden. Diese Vogelart lebt sehr versteckt und ist scheu. Typische Lebensräume sind Sumpf- und andere Feuchtgebiete mit Schilfarealen und eher dichter Vegetation. Diese muss jedoch so beschaffen sein, dass die Wasserralle zwischen dem Bewuchs frei laufen kann und dass es auch kleinere offene Wasserstellen gibt. Solche Bereiche schaffen die Wasserbüffel durch ihre Weidetätigkeit, den Liege- und Suhlbereichen. Wie bei vielen sumpfbewohnenden Vogelarten besteht die Nahrung aus kleinen Würmern, Insekten und deren Larven, aber auch Krebstieren, kleinen Amphibien, Schnecken und kleineren Fischchen. Die Bestandserfassung erfolgt u.a. mit dem Abspielen von Tonbandaufnahmen, auf welche die Vögel dann antworten.

Wasserralle

Wasserbueffel_Ueberischt

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hinweis-tafel

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